Donnerstag, 2. Februar 2012

Duschen im Schnee - Douche en hiver

Unser Badezimmer ist eine Gartenlaube. Von außen ans Haus gepappt. Keine Heizung, Einfachverglasung, marode Fensterrahmen durch die der Wind pfeift. Heute ist -3°. Der Sturm aus Kasachstan pfeift durch alle Ritzen und der Schnee bleibt an den Fensterscheiben kleben. Seufz … ich muss duschen gehen. Erst mal einen Pulli über den Pyjama und den kleinen Heizstrahler im Badezimmer anmachen. Dann Teewasser kochen, ein bisschen aufräumen. Irgendwann muss ich den Entschluss fassen ins Badezimmer zu gehen. Seufz!

Als erstes muss ich den Heizstrahler 40 cm vor das Klo schieben damit wenigstens die Knie warm sind. Trotzdem ist die Klobrille eine eisige Überraschung. Dann den Heizstrahler zum Waschbecken ziehen um mich während des Zähneputzens von unten zu wärmen. Das Wasser erst mal eine Weile laufen lassen damit es mir nicht die Zähne einfriert.  Jetzt der große Schritt… den Pulli und Pyjama ausziehen, die Latschen von sich kicken und flink über die eisigen Kacheln in die Badewanne springen. Die Handdusche aufdrehen (Wasser ist noch warm vom Zähneputzen) und sich endlich von oben bis unten heiß berieseln lassen. Haare waschen und Einseifen muss ganz schnell gehen um nicht zu erfrieren, denn dafür muss man die Handdusche beiseite legen. Ein letzter warmer Schauer zum abspülen, dann schnell über die eisigen Fliesen zurück vor den Heizstrahler und in Windeseile abtrocknen.

Der Trick ist vorher nicht zu vergessen das Handtuch mitzubringen, dass vor dem Kamin im Schlafzimmer zum aufheizen hängt…. Sonst Luft anhalten, nackig und nass über den ungeheizten Flur rennen und das Handtuch holen. Zurück im Badezimmer ist Haare fönen  ein heißer Genuss. Dann im Morgenmantel zurück ins Schlafzimmer wetzen. Den Pyjama nicht vergessen, denn der muss ins Bett und das Handtuch, das muss vor den Kamin zum trocknen.

Trotz verschiedener Lagen an T-Shirts und Pullis wird es eigentlich nie so richtig warm. Aber man gewöhnt sich an alles!  Wir danken jeden Tag dem Himmel und der Verwaltung, dass wir noch Wasser, Strom und Gas haben!

  
Douche en hiver

Notre salle de bain est un abri de jardin, rattaché à l’extérieur de la maison. Pas de chauffage, vitrage simple, encadrement pourri qui laisse passer le vent. Aujourd’hui il y a -3°,  la tempête venant du Kasachstan entre partout et la neige colle aux fenêtres. Soupir … je dois aller prendre ma douche. D’abord enfiler un pull sur mon pyjama et allumer le petit radiateur à l’infrarouge. Puis bouillir de l’eau pour le thé, mettre un peu d’ordre. Mais rien à faire : il faut prendre son courage à deux mains et aller dans la salle de bain. Soupir…

D’abord je pousse le petit radiateur devant la toilette. Au moins les genoux chauffent. Par contre les lunettes de la toilette restent glaciales. Puis tirer le radiateur devant l’évier pour au moins me chauffer les mollets pendant que je me lave les dents. Ensuite laisser couler l’eau pour ne pas réfrigérer mes dents.
Maintenant la grande décision : enlever le pyjama, quitter les slashs, traverser le carrelage glacial et sauter dans la baignoire. Allumer la douche (l’eau est encore chaude de l’évier) et s’arroser d’eau chaude. Se laver les cheveux et le corps doit aller très vite pour ne pas refroidir puisqu’il faut déposer le pommeau de douche pendant ce temps là. Un dernier jet d’eau chaude pour se rincer. Puis retraverser le carrelage glacial et se coller devant le radiateur pour se sécher en un temps record. A condition de ne pas avoir oublié l’essuie de bain que j’ai mis à chauffer devant la cheminée dans la chambre… aussi non : retenir sa respiration et courir tout nu et mouillé à travers le corridor non chauffée et chercher l’essuie. De retour dans la salle bain, le sèche cheveux est mon meilleur ami. Ensuite mettre la sortie de bain et courir dans la chambre à coucher. Ne pas oublier le pyjama pour le mettre dans le lit au chaud et l’essuie qui retourne devant la cheminée.

Malgré divers couches de T-shirts et de pulls, on n’a jamais vraiment chaud. Mais finalement on s’y habitue. Tous les jours, on remercie le Bon Dieu et l’Administration d’avoir encore de l’eau, de l’électricité et du gaz !

Sonntag, 22. Januar 2012

Wieder zu Hause / De retour chez soi…


Wieder zu Hause…

Wieder zu Hause? Das ist schwer zu sagen… denn wo ist denn eigentlich unser zu Hause?
Wo immer ich gerade bin, es scheint etwas zu fehlen. Über Weihnachten fehlte mir das Licht, die Sonne, der blaue Himmel. Es war immer so dunkel! Jetzt zurück in Baku fehlen mir vor allem die Gesellschaft von Lucy, die Zugehörigkeit zur Nachbarschaft und das Abendprogramm im Fernsehen. Es dauert schon seine Zeit bis man wieder „ zu Hause“ ist …egal wo. Trotzdem war Weihnachen und Sylvester in Familie wie immer sehr schön und wir haben Liebe und Freundschaft  auf Vorrat getankt.

Hier in Baku musste ich mich wieder daran gewöhnen auf mich selbst gestellt zu sein und in einer anderen Welt zu leben. Dazu gehört mit gesenktem Blick durch die Stadt zu gehen um nicht auf unebenen und aufgebrochenen Bürgersteigen rum zu stolpern und auch um die neugierigen Blicke der Männer zu vermeiden. Sie sind zwar nicht aufdringlich aber es ist eben Gewöhnungsbedürftig. Ich war übrigens erstaunt, dass ich mein bisschen Aserbaidschanisch in Deutschland nicht vergessen und die Grammatik sich sogar irgendwie besser in meinem alten Gehirn verankert hatte.

Mein großer Vorsatz für 2012 ist weiter neugierig auf die Welt zu sein. Ich hab mir vorgenommen wenigstens einmal die Woche etwas Neues zu entdecken. Am Wochenende haben wir das sogleich in die Tat umgesetzt und sind mit unserem neuen (alten) Auto und Thomas  zum „Yarna Dağ“, dem brennenden Berg gefahren.  Es war ein Sauwetter: kalt, Regen, Schnee, Wind… da konnte man ein bisschen Feuer  und „Cay“ gut vertragen Wir waren super stolz den Weg aus Baku heraus und über die Küste den Weg  wieder zurück gefunden zu haben (mit Google Map, Fremdendführer, Autokarte, Merkzetteln und Durchfragen). Nur zur Information:  Wegweiser sind in  Aserbaidschan äußerst selten!

Wir können es kaum erwarten im Frühling den Kaukasus zu erobern!


De retour chez soi…

Mais c’est où « chez soi » ? C’est difficile à dire… parce qu’où est-on véritablement à la maison ? Où que je soi, quelque chose semble me manquer. La lumière, le soleil et le ciel bleu me manquaient terriblement pendant les vacances de Noël. Tout était si sombre ! Maintenant de retour à Baku me manquent surtout la compagnie de Lucy, notre voisinage si agréable et les programmes de TV de la soirée. Ca prend du temps de se sentir à nouveau à la maison… peu importe où.  Mais comme tous les ans, les fêtes de Noel et Nouvel An en famille étaient formidable et nous avons fait le plein d’amour et d’amitié pour les prochains mois.

Ici à Baku je devais à nouveau m’habituer à être seule et de vivre dans un autre monde. Surtout le fait de se promener les yeux baissées pour ne pas trébucher sur les trottoirs pleines de trous et de canniveaux et aussi  pour échapper aux regards des hommes curieux. Ils ne sont pas collants, mais il faut s’y habituer. D’ailleurs, j’étais étonné de voir que je n’avais pas oublié l’Azerbaidjanais pendant notre séjour en Allemagne et que la grammaire semblait s’être mieux incrustée dans mon vieux cerveau.

Ma grande résolution pour 2012 est de continuer à être curieuse de ce monde. Mon but est de découvrir quelque chose de nouveau toutes les semaines. Ce weekend, nous avons tout de suite pris le taureau par les cornes. Avec notre nouvelle (vielle) voiture nous sommes allés voir avec Thomas  „Yarna Dağ“, la montagne en feu. Il faisait froid, il y avait du vent, de la neige et de la pluie…donc un peu de feu avec du « Tchay » nous a fait du bien. Nous étions super fiers de trouver le chemin pour sortir de et de revenir à Baku par la mer (avec Google map, guide touristique, carte routière, notices et en demandant le chemin). Juste pour information : des  panneaux indicateurs sont vraiment très rare en Azerbaidjan.

On est impatient de voir arriver le printemps pour découvrir le Caucase !

Montag, 28. November 2011

Es ist kalt in Baku - Il fait froid à Baku


So, der Winter ist jetzt auch in Baku angekommen.  Viel zu früh, wie Elmira, unsere Aserbaidschanischlehrerin uns fröstelnd sagte. Letzte Woche hat uns ein Schneesturm buchstäblich umgehauen. Erst mal war der Wind so stark, dass man sich an jemandem festhalten musste um nicht hinzufliegen und dann vereisten die Straßen. Karl musste sich an seine Assistentin klammern, damit sie nicht wegflog als sie (endlich) unser Auto registrierten. Die Katzen sitzen ganz zerrupft vor ihren Abfallcontainern und warten, dass jemand ihnen was bringt. Karl und ich ziehen einfach mehrere Schichten übereinander an, denn unsere Wintersachen sind noch zu Hause. Wir heizen die Wohnung übrigens mit einer Kamingasheizung, die wie ein Gasbackofen funktioniert. Man hat uns empfohlen doch bitte die Heizung nachts und wenn wir rausgehen auszumachen und immer ein Fenster aufhaben um eine Explosion zu vermeiden…

Vergesst alles was ihr über Streuen und Schneeräumen wisst. Das gibt’s nicht und es erwartet auch keiner. Jeder muss klarkommen wie er irgend kann. Ömmerchen werden von jungen Männern liebevoll über vereiste Strßen geführt. Ich stand plötzlich in der Mitte einer vereisten Fläche an einer Ampel und konnte nicht vor und nicht zurück. Habe gelernt strategischer zu denken bevor ich irgendwo hin will: ist die Straße abschüssig und vielleicht glatt (zu vermeiden) oder  geht sie bergauf und ist lehmig (mögliche Alternative)? Haben die vereisten Treppen ein Geländer? Im Zweifelsfall bleibt man zu Hause. Inshallah!

Gott sei Dank, hatten wir einen strahlend blauen Himmel (aber doch noch empfindliche Kälte) auf unserem deutschen Weihnachtsbazar. Der wird von einer Gruppe deutscher Frauen hier in Baku organisiert. Es gibt eine Fressmeile mit Kuchen, Getränken, Bockwurst, Nürnberger Bratwürstchen (extra eingeflogen), deutsches Bier und Glühwein.
Auf der anderen Seite wirklich schöne Adventsgestecke (bei brütender Hitze im September selbstgemacht), Weihnachtsdekorationen, Knusperhäuschen, Lebkuchenschneemänner usw. Ich war für die Bestellung aller Plastikbecher und Teller, Ketchup usw. verantwortlich und betreute mit Fatima den Knusperhäuschenstand. Karl gehörte zum Grillteam und hat heldenhaft 5 Stunden lang Bratwürstchenbrötchen verkauft. Es war ein überwältigender Erfolg. Schon nach 4 Stunden Dauereinsatz waren alle Stände von aserbaidschanischen Familien ratzeputz leer gekauft!!! Der Ertrag geht an die UNAID für behinderte Kinder in Aserbaidschan.

Nochmals vielen Dank an Ursula und Maggi, die uns kiloweise Weihnachtsdekorationen bei ihrem Besuch mitgebracht hatten.

Il fait froid à Baku

Voilà, l’hiver est déjà arrivé à Baku. Bien trop tôt, comme nous dit  Elmira, notre professeur d’Azerbaidjanais en frissonnant. La semaine passée, une tempête de neige nous a carrément renversés ! D’abord le vent était tellement fort qu’on devait se tenir à quelqu’un pour ne pas tomber et puis les routes étaient verglacées. Karl devait se cramponner à son Assistante pour qu’elle ne s’envole pas quand ils ont (finalement) enregistré notre voiture. Les chats sont assis tout ébouriffés devant les containers à poubelles et attendent que quelqu’un vient leur donner à manger. Karl et moi mettent plusieurs couches, parce que nos vêtements d‘hiver sont toujours à la maison. On chauffe l’appartement avec une cheminée transformée au gaz, qui fonctionne comme un four au gaz. On nous a recommandé d’éteindre le chauffage pendant la nuit et quand on sort et avoir toujours une fenêtre ouverte… pour éviter les explosions.

Oubliez tous ce que vous savez sur l’épandage ou le salage des routes. Il n’y en a pas et personne ne s’y attend non plus. Chacun doit se débrouiller comme il peut. Des jeunes gens aident gentiment des mémères à traverser les routes verglacées. Moi, je me trouvais tout à coup sur une plaque de verglas devant un feu rouge et ne savait ni reculer ni avancer. On apprend à penser stratégiquement avant de sortir : est-ce que la route descend et est peut-être verglacée (à éviter) ? ou est-ce qu’elle monte et est partiellement en terre (alternative possible) ? Est-ce que les escaliers verglacés ont une rampe pour se tenir ? En cas de doute il vaut mieux rester à la maison. Inshallah !

Dieu soit loué, il y avait un ciel bleu éclatant  (même s’il faisait encore très froid) lors de notre « Bazar de Noël allemand ». Le Bazar était organisé par un groupe de femmes allemandes.  On offrait des mets typiquement allemands : des gâteaux, des saucisses de Frankfort, des saucisses grillées (expressément importés), de la bière allemande et du vin chaud. Et puis de très belles „couronnes d’Avent“ (qui ont été bricolés dans une chaleur étouffante en septembre), et décorations de noël, des maisonnettes en biscuit, des bons hommes de neige en pain d’épice, etc. Moi j’étais responsable de commander les utilités comme assiettes et gobelet en plastiques, du Ketchup etc. et pendant le bazar m’occupait avec Fatima du stand des maisonnettes en biscuits. Karl faisait partie de l’équipe barbecue et a héroïquement vendu des saucisses grillées pendant 5 heures. C’était un succès incroyable ! Apres 4 heures d’effort intensive, tous les stands avaient été complètement ratiboisés par les familles azerbaidjanais !!! Le bénéfice ira à UNAID pour des enfants handicapés en Azerbaïdjan.

Encore mille fois merci à Ursula et Maggy qui nous ont ramené des tonnes de décorations de Noël lorsque leur visite.


Freitag, 4. November 2011

Eine Hochzeit - Un mariage

Hochzeit auf aserbaidschanisch

Hier die Photos und wenn ihr es "Live" erleben wollt ein Video das auf You Tube veröffentlicht wurde

Wir hatten die große Ehre auf gleich 2 Hochzeiten aus Karls Ministerium eingeladen zu werden. Ich hatte mir schon große Sorgen gemacht was ich denn bloß anziehen sollte! Gott sei Dank hatte ich trotz Gepäckrestriktion ein kleines „Schwarzes“ und ein kleines „Blaues“ mitgenommen. Man weiß ja nie….

In Aserbaidschan sind Hochzeiten ein großes Event. Alle kleinen Mädchen in Deutschland wären begeistert, denn die Braut sieht aus wie eine Prinzessin, sie sitzt mit ihrem Bräutigam während der Hochzeitsfeier auf einem Thron mit Podest und Baldachin, umgeben von Glanz und Glitzer wie in Hollywood. Dafür gibt es extra Hochzeitspaläste, die Platz für 500 Gäste und mehr bieten.  Mit Kameramännern, die die ganze Show live filmen (sogar eine Kamera an einem langen Schwenkarm filmt alles von oben) und natürlich einer Bühne mit traditionellem Orchester und Sängerin. Auf Hochzeiten ist nur traditionelle Musik erlaubt, denn die Hochzeit muss zuerst  der Familie gefallen, dann erst den Brautläuten.  

Leider hat unsere Kamera bei der ersten Hochzeit nicht funktioniert. Bilder also nur von der zweiten aber die Abläufe und Bräuche sind identisch. So bekommen z.B. die jungen Leute keine Hochzeitsgeschenke (die Braut bekommt eine Mitgift, die den Hausstand abdeckt), sondern die Gäste „bezahlen“ ihre Teilnahme an der Hochzeitsfeier. Karl und ich wurden von den Eltern des Bräutigams eingeladen, also steckte Karl 100 € für uns beide in einen Umschlag und warf ihn in eine dafür vorgesehene Box am Eingang des Festsaals, die mit „Elternhaus des Sohns“ gekennzeichnet war. Der Brauch will, dass bei der Hochzeit der Kinder des Gastes der jetzige Gastgeber eingeladen wird und dann wieder die 100 € wieder zurückzahlt. So ist es ein Geben und Nehmen und man finanziert sich so gegenseitig die Hochzeiten.

Wir waren für 18.00 Uhr eingeladen. Bis unser Taxi den Ort endlich gefunden hatte war es dann schon 18.30 Uhr, aber die meisten kamen erst um 19.00 Uhr. Als wir in den Festsaal kamen, war der Saal noch zu zwei drittel leer. Wir wurden an einen der 12er Tische gesetzt, der außer unter einem ernormen Kristallkerzenständer unter Tellern und Schalen mit verschiedenen Salaten und Früchten schier zerbrach. Jeder fängt sofort an zu essen. Vier Stunden lang servierte uns unserer Kellner ununterbrochen Fleisch, Fisch und Geflügel wild durcheinander. Gott sei Dank in kleinen Portionen, mit zwischendurch einer Obstpause.  Als Getränke standen 3 Sorten Wasser, 5 Fruchtsäfte, Wein, Sekt, Vodka und Whisky auf dem Tisch. Das Prinzip ist, dass  man Fruchtsaft (oder Wasser) aus großen Weingläsern als Hauptgetränk trinkt und dazu (zum Anstoßen) aus Schnapsgläsern Vodka oder Whiskey in großen Mengen. Ich trank zum Anstoßen Sekt was wohl für Frauen angebrachter war, denn der Kellner nahm mir sofort mein Schnapsglas weg.

Nach 1 Stunde kam dann endlich das Brautpaar. Die Braut in einem mit Glitzer verziertem, weißen Prinzessinnenkleid, mit einem schmalen roten Band um die Taille. Ein Symbol der Jungfräulichkeit?  Eine Hochzeitsmelodie wurde gespielt und auf dem Weg durch den Saal hielten sie an um sich die Ringe anzustecken… so weit ich sehen konnte, denn die Kameras waren dauernd im Weg. Einige Schritte weiter bekamen sie zeremoniös Gläser mit einem  qualmenden Getränk überreicht. Dann eröffneten sie den Ball. Sie tanzten ganz allein im verdunkelten Saal in einer Wolke von künstlichem Nebel (immer besorgt nicht über die Kamerakabel zu stolpern). Schließlich wurden sie auf ihr Podest mit einem einsamen Tisch am Kopfende des Saals geführt.  Auf dem blieben sie die meiste Zeit sitzen, während die Gäste sich in diversen Gruppen um sie scharten und sich photographieren ließen. Karl und ich waren natürlich auch dabei!

Währenddessen, spielte das Orchester traditionelle aserbaidschanische Musik, zu der alle begeistert tanzten. Die Frauen mit kleinen Trippelschritten, die Männer mit großen Hüpfern. Alle mit weit ausgestreckten Armen, die Hände mit gespreizten Fingern elegant im Takt auf orientalische Art kreisend. Karl nennt das die „Flattermänner, bei denen wir auch eifrig mitgemacht haben, wenn auch nicht sehr kunstfertig. Die Frauen tanzten meistens in einer Gruppe für sich, in die ich aufgefordert wurde. Es war ein seltsames Gefühl so mit allen Frauen zu tanzen. Ihre Augen schienen zu sagen:“ wie schön dass Du mit uns tanzt obwohl Du doch anders bist… wir akzeptieren Dich gerne als eine von uns“.  Es war ein super Erlebnis voller Freundlichkeit, Wärme  und Begeisterung, das genau nach 4 Stunden für die geladenen Gäste zu Ende war. Den Hochzeitskuchen genießen die Familien dann unter sich.


Mariage à l’azerbaidjanaise

Voici des photos. Si vous voulez admirer les performances « live » cliquez ici pour une vidéo publiée sur You Tube

On a eu le grand honneur d’être invité à deux mariages du ministère de Karl. J’avais déjà peur de n’avoir rien à me mettre ! Heureusement j’avais pris une petite robe noire et une petite bleue malgré les restrictions de bagages. Parce qu’on ne sait jamais !

En Azerbaïdjan les mariages sont des événements importants. Toutes les petites filles de Belgique seraient ravies, car la mariée est habillée comme une princesse. Avec son mari elle est assise sur un trône surélevé avec baldaquin. Toute la scène scintille et brille en blanc et or et diamants comme à un mariage de Hollywood. Pour organiser tout cela, il y a des palais de mariages exprès qui peuvent contenir jusqu’à 500 invités et plus. Il y a des caméras qui filment tout en live (même une caméra sur un long bras articulée pour filmer d’en haut) et naturellement une scène pour  un orchestre traditionnel et une chanteuse. Ici, on ne joue que de la musique traditionnelle aux mariages car le mariage doit plaire d’abord aux familles et puis seulement aux jeunes mariés.

Malheureusement, note caméra n’a pas fonctionnée pendant le premier mariage. Des images donc seulement du deuxième mariage mais le déroulement et le coutumes sont les mêmes. Ainsi les jeunes mariés ne reçoivent par exemple pas de cadeaux (la mariée reçoit une dote qui couvre ce dont elle a besoin pour le ménage), mais paient une participation à la fête. Karl et moi étaient invités par les parents du marié. Alors Karl a mis 100€ dans une enveloppe pour nous deux et l’a glissé dans un box spécialement prévu à l’entrée de la salle marqué « parents du marié ». La coutume veut qu’au mariage des enfants de l’invité,  l’hôte est invité de retour et remet à nouveau 100 € pour sa participation. C’est donnant-donnant et comme cela on finance les mariages les uns aux autres.

On était invité pour 18.00 h (jusqu’à ce que notre taxi trouve l’endroit, il était 18.30h) mais la plupart des invités arrivaient seulement à 19.00h. Quand nous sommes arrivés, la salle était encore au deux tiers vide. On nous a placé à une des tables de 12 personnes, qui s’écroulait presque sous un grand bougeoir en cristal et des assiettes et des raviers avec toutes sortes de salades et de fruits. A peine arrivé, tout le monde commence à manger. Pendant quatre heures note garçon de table nous servait sans arrêt des viandes, des poissons et de la volaille dans n’importe quel ordre. Heureusement, en petites portions et de temps en temps un arrêt fruit. Comme boisson il y a 3 sortes d’eaux, 5 bouteilles de jus de fruites, du vin, du mousseux, du Vodka et du Whiskey alignés sur la table. Le principe est de boire du jus de fruits ou de l’eau dans des grands verres à vin comme boisson principal et pour trinquer (souvent) on boit de la Vodka ou du Whiskey dans des petits verres d’eau-de-vie. Moi, je buvais du mousseux pour trinquer, ce qui semblait plus approprié pour une femme, car le garçon a tout de suite enlevé mon verre d’eau-de-vie quand je me suis assise.

Une heure après arrivaient finalement les jeunes mariés. La mariée était habillée dans une robe de princesse pleine de petits diamants et ornements scintillants. Elle portait un petit ruban rouge autour de la taille… le symbole de la virginité ? Quand ils traversaient la salle on jouait un air de mariage. Ils se sont arrêtés pour échanger des bagues (autant que je pouvais le voir, car les caméras étaient toujours dans le chemin). Quelques pas plus loin on leur offrait une boisson fumante dans des verres de champagne… aucune idée de ce que c’était. Puis ils ouvraient le bal. Ils dansaient tout seul dans la salle dans un nuage de brouillard artificiel, en faisant attention de ne pas trébucher sur les câbles des caméras. Finalement on les conduisait vers leur trône au fond de la salle. Ils y restaient la plupart du temps, pendant que les invités venaient par petits groupes pour se faire photographier avec eux. Karl et moi naturellement aussi !

Pendant ce temps, l’orchestre jouait de la musique traditionnelle azerbaïdjanaise et tout le monde dansait avec grande ferveur. Les femmes avec des petits pas sautillants et les hommes avec des grands sauts. Tous dansaient avec des bras largement écartés, en tournant les mains au rythme de la musique à l’orientale, avec les doigts élégamment écartés. Karl appelle cela « faire l’oiseaux ». Nous avons donc participé avec enthousiasme quoique pas très experts. La plupart du temps les femmes dansaient dans un groupe à elles dans lequel on m’a aussi invité. C’était un sentiment étrange de danser avec toutes ces femmes. Leurs yeux semblaient dire „Cela nous fait plaisir que tu danses avec nous, même si tu es différente …nous sommes contentes de t’accepter parmi nous ». C’était une expérience extraordinaire, pleine d’amitié et de gentillesse. La fête de mariage dure exactement 4 heures pour les invités. Après que les invités sont partis, on mange le gigantesque gâteau de mariage et on s’amuse un famille.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Ali & Nino


Auf den Spuren von Ali und Nino

Photos
  
Neulich haben wir eine Stadtführung „Auf den Spuren von Ali und Nino“ mit gemacht. Mussten für unsere Verhältnisse schon früh aufstehen, waren aber begeistert! Fuad ist ein inspirierter Erzähler und Schauspieler. Er liess das Leben von Ali und Nino (aserbaidschanischer Kultroman) vor der heutigen Kulisse mit damaligem Flair und großer Leidenschaft für uns aufleben. Wenn ihr einen Einblick in die Seele Aserbaidschans haben möchtet, lest „Ali und Nino“ von Kurban Said. Es ist auf Deutsch geschrieben worden und erzählt die Liebesgeschichte eines Azeri (Ali) und einer georgianischen Prinzessin (Nino) von 1909 bis 1920. Sie erleben den kulturellen Konflikt zwischen Islam und Christentum, Okzident und Orient, zwischen Freundschaft, Betrug und Krieg. 
Ich kann hier der Versuchung nicht widerstehen kurz etwas über die Geschichte Aserbaidschans zu erzählen, die hier immer noch Politik und  Alltag bestimmt. Das Problem Aserbaidschans ist, dass es dauernd von irgendwelchen Völkern erobert und beherrscht wurde. Das fängt schon mit  Alexander dem Grossen an. Die Römer waren da und die Mongolen sowieso. Bis 1500 waren die Menschen vorwiegend Christen. Der Wechsel zum Islam vollzog sich dann unter der mehr als 200 Jahre währenden Zugehörigkeit zu Persien (im heutigen Iran spricht man im Norden übrigens immer noch Azeri). 1747 befreiten sich die Azeris weitgehend von der persischen Dominanz und schlossen sich zu einer Koalition von unabhängigen Khanaten zusammen. Daraufhin folgte  eine kulturelle Blütezeit besonders im Bereich Musik und Literatur, auf die man immer noch sehr stolz ist.  Diese relative Unabhängigkeit endete, als Anfang des 19. Jahrhunderts Russland beschloss den Südkaukasus zu erobern. 1828 wurde Aserbaidschan geteilt, der südliche Teil gehört weiter zu Persien, der nördliche Teil zu Russland. Von Russland ermutigt, siedeln daraufhin viele Armenier (Christen) in das islamische Aserbaidschan um (Region Bergkarabagh). Den Russen kommt das gerade recht, um ein christliches Gegengewicht in der islamischen Kolonie zu schaffen.

Durch den Ölboom ab 1872 entwickelt sich Baku zu einer kosmopolitischen Stadt, in der viel Geld verdient wird.  Doch werden vor allem die Ausländer reich (Leute wie Nobel, Rothschild usw.). die einheimische Bevölkerung fühlt sich verachtet und verrichtet weitgehend zu Hungerlöhnen die schmutzigsten und schwersten Arbeiten auf den Ölfeldern. Die Revolte schwelt, verstärkt durch ethnische Spannungen zwischen Armeniern und Azeri. Durch den 1. Weltkrieg und interne Querelen geschwächt, schafft es Aserbaidschan sich am 28. Mai 1918 von Russland los zu sagen und erklärt sich zur unabhängigen Republik. Diese zwei jährige Unabhängigkeit  wird 1920 durch den Versailler Vertrag brutal zu Nichte gemacht und Aserbaidschan fällt wieder an die Soviel Union. Als diese im Rahmen der Perestroika zerbröckelt, erreicht Aserbaidschan 1991 seine heutige Unabhängigkeit als eigenständige Republik.

Aber es ist kein glückliches Land. Ein blutiger Konflikt mit Armenien um die Region Bergkarabagh wütet seit 1988 und endete vorläufig mit einem Waffenstillstand1994. Der Tod von 130 Zivilisten bei einer Demonstration für die Unabhängigkeit in Bakuam 20. Januar 1990 und hunderten junger Soldaten im Krieg gegen Armenien zwischen 1991-1994 schmerzt nicht nur weiterhin die betroffenen Familien sondern ist eine nationale Tragödie. Mehr als eine halbe Millionen Azeris wurden aus der Region Bergkarabagh vertrieben. Sie leben größtenteils noch heute in Baku und warten auf eine Lösung des Konflikts. Es vergeht kein Tag, an dem nicht über politische Übergriffe Armeniens auf Aserbaidschan berichtet wird und Menschen zu Tode kommen. Der Hass auf Armenien ist immens und fortwährend präsent: in Gesprächen, auf der Arbet, in den Zeitungen und vor allem in den Köpfen und Herzen der Menschen. Mit einem armenischen Stempel im Pass wird die Einreise nach Aserbaidschan verweigert. Nur damit ihr es wisst, falls Ihr uns mal besucht !


Sur les traces d'Ali et Nino
Photos
L’autre jour, nous avons participé à un tour guidé intitulé « Sur les traces de Ali et Nino »
On a dû se lever tôt, mais on était ravi ! Fuad est un acteur inspiré qui fait revivre la vie d’Ali et Nino (roman culte en Azerbaïdjan) devant les anciennes coulisses de Baku avec une grande passion. Si vous voulez savoir plus sur l’âme de l’Azerbaïdjan, lisez „Ali and Nino“ de Kurban Said. C’est une histoire d’amour entre un Azéri (Ali) et une princesse géorgienne (Nino) entre 1909 et 1920. Ils vivent les conflits culturels entre l’Islam et le Christianisme, entre l’Orient et l’Occident, entre amitiés, tromperies et guerres.

Je ne peux pas résister à cette occasion de vous donner un bref aperçu de l’histoire d’Azerbaïdjan, qui détermine encore toujours la politique et la vie quotidienne. Le problème d’Azerbaïdjan est qu’elle a toujours été conquise et occupée par un tas de pays. Ca commence déjà avec Alexandre le Grand. Les Romains étaient là et les Mongoles de toute façon. Jusqu’à 1500 la plus grande partie du peuple était chrétienne. Le changement vers l’Islam s’est passé pendant leur appartenance à la Perse, qui durait plus de 200 ans (dans le nord de l’Iran on parle d’ailleurs toujours l’azéri). En 1747 les Azéris ont réussi de se libérer en grande partie de la dominance perse et créent une coalition de « khanats » indépendants. Il en suit un développement culturel important surtout dans les domaines de la musique et de la littérature, dont on est toujours fiers aujourd’hui. Cette relative indépendance se termine cependant au début du 19 siècle, quand la Russie décide d’envahir le Caucase du sud. En 1828 Azerbaïdjan est séparé. La partie sud tombe sous dominance perse et la partie nord sous dominance russe. Encouragés par la Russie, beaucoup d’Arméniens (Chrétiens) commencent à s’installer dans la région Nagorny-Karabakh en Azerbaïdjan. Les Russes se réjouissent de cet exode car cela crée un contrepoids chrétien dans sa colonie islamique.

Dû au « boom » du pétrole, Baku devient à partir de 1872 une ville cosmopolite ou l’on gagne beaucoup d’argent. Cependant, ce sont surtout les étrangers qui deviennent riche (des gens comme Nobel, Rothschild etc.). La population autochtone se sent méprisée, faisant les travaux les plus sales et plus ingrates les champs pétroliers pour des salaires de misère. La révolte gronde, amplifiée par des conflits ethniques entre Arméniens et Azéris.
Azerbaïdjan profite de l’affaiblissement par la première Guerre Mondiale de la Russie et des querelles internes pour se proclamer République indépendante le 28 mai 1918. Le traité de Versailles en 1920 met fin à cette courte indépendance de deux ans et Azerbaïdjan fait désormais partie de l’Union Soviétique. Quand celle-ci se désintègre suite à la pérestroïka, Azerbaïdjan obtient son autonomie en 1991 comme république indépendante.

Mais ce n’est pas un pays heureux. Un confit sanglant avec l’Arménie pour la région Nagorny-Karabakh fait rage depuis 1988, qui s’est conclus par un armistice en 1994.
La douleur des familles suite à la perte de 130 civils à Baku lors d'une démonstration pour l'indépendance le 20 janvier 1990 et des centaines de jeunes soldats pendant la guerre contre l’Arménie entre 1991 et 1994  ne s’estompe pas et est ressentie comme une tragédie nationale. Plus d’un demi-million d’Azéris ont été chassé de la Région Nagorny-Karabakh. La plupart d’entre eux vivent toujours à Baku et attendent une solution du conflit. Il n’y a pas un jour ou on n’entend pas parler d’exactions de l’Arménie envers l’Azerbaïdjan et de gens tués. La haine envers l’Arménie est immense et continuellement présente : dans les conversations, dans le travail, dans les journaux et surtout dans la tète et les cœurs des gens. Avec un cachet de l’Arménie dans son passeport on ne rentre pas en Azerbaïdjan. Juste pour que vous le sachiez, si jamais vous veniez nous rendre visite !

Mittwoch, 28. September 2011

BAKU

Tag des Öls

Muss doch noch schnell mal über den Tag des Öls berichten. Faszinierend! Nachmittags hörte ich vom Boulevard (Promenade am Meer) Livemusik. Ich wurde neugierig, und dachte mir „OK,  ich geh Brot holen und schau mal was da los ist“. Am Maidentower geh ich über die Zebrastreifen (sonst kommt man nur unter Lebensgefahr über die Straße) und lande vor einer Bühne mit azerbaidjanischem Musikorchester. Dahinter 500 m Ausstellungswände mit überdimensionalen Portraits des Präsidenten begleitet von Photos von Öltürmen, Gasleitungen, Offshoreeinrichtungen, Bohrschiffen, Trassen von internationalen Öl und Gaspipelines, Bilder von Krankenhäusern (durch Öleinkommen finanziert), Pläne für einen Ökopark (?) und eine Ausstellung Amateurmaler zum Thema Öl… 

Dazwischen wartende Kinder und Jugendliche im Nationalkostüm mit ihren nervösen Müttern, die darauf warten irgendwelche Aufführungen vorzuführen. Davor Massen von Einheimischen im Anzug oder in Uniform vor den Ständen, einige aufgetakelte Frauen und ich, der „Fremdkörper“  in Jeans und Latschen. Ich ging die Ausstellung entlang, versuchte mit meinen rudimentären Sprachkenntnissen die Untertexte zu verstehen und sehe plötzlich Fernsehkameras, die einer Gruppe von weiteren Anzugträgern vorauslaufen und sie dann rückwärts laufend filmen… Hab die hohen Tiere nicht identifizieren können, die da im Schnellschritt vorbeiliefen. Vielleicht der Präsident und seine Entourage ?

Bin aus der Menge raus, hab geruhsam ein Eis gekauft und die Bohrschiffe und Schiffskräne betrachtet, die zur Feier des Tages in der Bucht ankern. Hab ich vergessen zu erwähnen, dass über allem ein stärkerer Ölgeruch als sonst lag?

Ich geh zur azerbaidjanischen Musikbühne am Maidentower zurück, bewundere die fremdartigen Musikinstrumente, deren Namen ich mir schwöre zu Hause nachzuschlagen, freue mich über die Mädels die traditionelle Tänze in Prinzessinnenkostümen vorführen und über die leidenschaftliche Sängerin und warte auf Karl. Als er eine halbe Stunde später kommt, und die Ausstellung auch sehen will, fallen wir fast vom Hocker. Der ganze Spuk ist schon wieder vorbei. Alles wird schon mit müden Gestetn wieder abgebaut. Ich habe den Eindruck, dass das ganze Spektakel, das bestimmt sehr viel Energie und Geld gekostet hat,  nur für diese eine Stunde, in der die Delegation vorbeilief, inszeniert wurde. Das hinterlässt schon einen seltsamen Eindruck. Was soll das Ganze?


Journée du pétrole

Aujourd’hui, j’ai envie de vous raconter ma « journée du pétrole ». Fascinant ! L’après midi j’ai entendu de la musique « live » venant du Boulevard (promenade lelong de la mer). J’étais curieuse, et me disais : «  Ah, je vais chercher du pain et voir ce qui se passe ». Je traverse la route dans le passage clouté à hauteur du « Maidentower » (aussi non on risque sa vie) et atterris devant une scène en hauteur avec un orchestre azerbaidjanais. Derrière, on voit sur 500 m des stands d’exposition avec des portraits surdimensionnés du Président entouré de photos de tours de forage de pétrole, des installations Offshore, des vaisseaux de forage, des tracées internationales de pipelines de gaz et de pétrole, des photos d’hôpitaux (sans doute financés par les revenues du pétrole), le projet d’un parc écologique (?) et une exposition de peintres amateurs sur le thème du pétrole…

Dans tout ça, des enfants et des jeunes en costumes nationales qui attendent partout de présenter des spectacles avec leurs mères toutes nerveuses. Une foule d’hommes en costume-cravate ou uniforme et des femmes bien habillées se promènent le long des stands et moi  « l’étrangère » en jeans et slaches. Je peine à comprendre les textes avec mes pauvres connaissances linguistiques quand tout à coup je vois des caméramans qui filent une délégation de dignitaires en leur précédant et en les filmant à reculons… Je n’ai pas pu identifier les célébrités qui passaient à toute vitesse. Peut-être le Président et son entourage ?

Je me suis éloignée de la foule. J’ai tranquillement acheté une glace et admiré les géants vaisseaux de forage et des bateaux de grues qui mouillaient dans la baie, sans doute aussi en honneur de la journée du pétrole. Est-ce-que j’ai oublié de mentionner qu’il y avait une odeur de pétrole dans l’air, bien plus prononcé que les autres jours ?

Je retourne donc pour écouter l’orchestre azerbaidjanais, admire les instruments de musique étranges que je ne connais pas, mais que je me promets de rechercher à la maison. J’ai vraiment du plaisir à regarder les filles qui présentent des danses traditionnelles, leurs jolies costumes de princesses  et à écouter la chanteuse passionnée qui les accompagne. Quand Karl vient une demi-heure plus tard et veut aussi aller voir l’exposition : la surprise!
Tout le tsouin-tsouin est déjà terminé. On est occupé à démonter tous les stands avec des gestes plutot fatigués. J’ai l’impression que tout ce spectacle, qui a certainement demandé énormément d’énergie et beaucoup d’argent, n’a été mis en scène juste pour cette heure de la visite des dignitaires. J’ai l’impression que c'était un événement fantomatique. Pour quoi tout ce cinéma ?

Montag, 19. September 2011

ISTANBUL

Zwischen Orient und Okzident
Photos 

Vom 10-14 September war Karl als Referent zu der “International Conference on Safety and Health at the Workplace“ eingeladen und ich als Luxusweib im Luxushotel durfte mit.

Was für eine Stadt! Im strahlenden Sonnenlicht spiegelt sie sich im glitzernden Bosporus.  Unglaubliche Paläste liegen direkt am Meer, riesige Moscheen stehen in jedem Stadtteil, Verkehrschaos und dichte Menschenmassen überall… und ein Krach, der alles übersteigt was ich je gehört habe. Eine dynamische, bunte Stadt, die unser Baku wie eine kleine, schläfrige Provinzstadt aussehen lässt.

Am meisten haben mich die Blaue Moschee und die Hagia Sophia beeindruckt. Die Blaue Moschee  begeisterte mich  durch ihre minimalistische  Weitläufigkeit, die nicht durch  Möbel oder Altäre gestört wird. Mit einem riesigen Gebetsteppich in der Mitte ausgestattet, überspannen immense Kuppeln das großzügige Areal. Wunderbare Mosaike in allen Blautönen verzieren Wände und Säulen. Ein sehr weltlicher Kabelsalat der tausende von Lämpchen versorgt schwebt irgendwie zwischen Himmel und Erde. Massen von Menschen gehen ein und aus.  Trotzdem spürt man einen außerordentlichen Respekt vor der Religiosität der Gebetsstätte und der Andacht der Betenden. Dennoch finde ich die Atmosphäre keineswegs bedrückend.

Die Hagia Sophia (von 537 bis 1453 christliche Basilika dann Moschee) ist heute ein Museum. Es ist wahrlich ein Monument des Werdegangs von Konstantinopel bis zum heutigen Istanbul. Auch hier ein überwältigender Kuppelbau. Karl erzählte mir, dass es die zweitgrößte Kuppel nach dem Petersdom sei, der wiederum gebaut wurde um die Hagia Sophia zu übertrumpfen. Mich hat vor allem die Schönheit der Wandbilder und das Zusammensein von christlichen und islamischen Symbolen überrascht und bewegt. Leider hatten wir keine Zeit alle Schätze der Hagia Sophia zu erkunden, aber wir kommen sicher wieder hier her.

Was wäre Istanbul ohne seine Bazare oder eine Fahrt auf dem Bosporus, zwischen Okzident und Orient?  Das Ufer des Bosporus ist wunderschön und hat mit seinen Palästen, Landhäusern und schnuckeligen Villen der Côte d’Azur wirklich nichts zu neiden; die Grundstückspreise übrigens auch nicht… Auf dem Bazar sind die Düfte und Geschmacksrichtungen aller Kulturen vertreten. Hier kann kaum jemand der Versuchung widerstehen, sich ins lautstarke Getümmel zu stürzen. Nur die Katzen bleiben „Zen“.

Es ist eine schöne, aufregende Stadt und wir sind bestimmt nicht zum letzten Mal hier. Aber wohnen tu ich doch lieber in unserer geruhsamen Wüstenstadt.



Entre orient et occident
Photos

Du 10-14 septembre, Karl était invité comme orateur à l’“International Conference on Safety and Health at the Workplace“ à Istanbul. Moi je pouvais l’y accompagner comme épouse de luxe dans un hôtel de luxe.

Quelle ville, Istanbul!  Rayonnante sous le soleil elle se reflète dans l’eau étincelant du Bosphore. Il y a des palais incroyables au bord de la mer, des mosquées gigantesques dans tous les quartiers, un trafic épouvantable.et un bruit qui dépasse tout ce que j’ai entendu  jusqu'à présent. Une ville dynamique et colorée qui fait ressembler Baku à une petite ville de province endormie.

Ce qui m’a le plus impressionnée, ce  sont la Mosquée Bleue et la Basilique de Sainte Sophie. La mosquée Bleu m’a  enchantée par son incroyable amplitude minimaliste sans meubles ni autels. Des coupoles immenses surplombent cette généreuse surface. Un géant tapis de prières s’étend au milieu. Les murs, les colonnes et les coupoles sont décorés de magnifiques mosaïques dans tous les tons de bleu. Un mélimélo de câbles électriques alimente de millets de petites lampes suspendues quelques part entre ciel et terre. Des masses de gens entrent et sortent. On sent un énorme respect pour la religiosité de cet endroit et pour ceux qui y font leurs prières. Pourtant l’atmosphère n’est nullement oppressante.

La Basilique Sainte Sophie (de 537 – 1453  église chrétienne puis mosquée) est aujourd’hui, un musée. C’est véritablement un monument à l’histoire chrétienne et musulmane, de Constantinople jusqu’à l’Istanbul d’aujourd’hui. Ici aussi une construction en coupole impressionnante.  Karl m’a raconté que c’est la plus grande coupole après la basilique St. Pierre à Rome,  qui elle a été en fait construite pour surpasser Sainte Sophie. Moi, j’ai surtout été impressionnée et émue par la beauté des peintures murales et la proximité de symboles du christianisme et de l’islam. Malheureusement, on n’a pas eu le temps de découvrir tous les trésors, mais on y reviendra surement.

Que serait Istanbul sans son bazar et une excursion en bateau sur le Bosphore, connexion entre l’orient et l’occident ? La côte du Bosphore est magnifique et avec ses palais, manoirs et jolies villas n’a certainement rien à envier à la Côte d’Azur; d’ailleurs, les prix des terrains non plus…Au bazar, les goûts et les odeurs de toutes les cultures sont représentés.  Je ne connais personne qui pourrait résister à la tentation de se jeter avec enthousiasme dans cette mêlée bruyante. Seulement les chats arrivent à y rester « zen »

C’est une belle ville dynamique et ce n’est certainement pas la dernière fois qu’on y vient. Mais y habiter, c’est autre chose. Je préfère encore notre ville pépère dans le désert.